The Story behind...
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Die Gründung des LSV-Fanclubs Red Alert ist Folge eines gescheiterten Versuchs, in einer kleinen, recht jungen Fanszene (damit ist definitiv nicht das Alter der Mitglieder gemeint!) eine Ultragruppe aufzubauen. Der "neue" Fanclub ist der Kern der "alten" Ultras Lünen und wird auch in gewisser Weise an den UL98 anknüpfen, da die Leute den aktiven Teil der Gruppe darstellten. Die Story der UL98 dürfte dem ein oder anderen ja bekannt sein und wird hier nicht weiter erörtert. Auch das Wieso und Warum, bleibt unsere Sache. Wir hatten unsere Gründe! |
Mit der Neuorganisierung im Fanclub unter neuem Namen wollen wir unseren hauptsächlichen Zielen treu bleiben und in erster Linie Spaß haben und das Team bestmöglich unterstützen. In erster Linie wollen wir aber keinen Anspruch mehr an uns legen, den der Name "Ultras" mit sich bringt und den man in letzter Zeit nur noch selten voll erfüllen konnte. Ab sofort sind wir der LSV-Fanclub "Red Alert"!
| Das bedeutet soviel wie roter Alarm und Alarm wollen wir beim LSV auch weiterhin machen. Der Name entsprang in Anlehnung an eine englische Streetpunk/Oi!-Band, hat jedoch ansonsten nichts damit zu tun. Wir fanden halt den Namen geil. Nichtsdestotrotz bleiben wir die selben Leute mit den selben Idealen in Sachen Fußball und Fansein. Das heißt Lüner SV, Lünen, Antikommerz und Anlehnung an verschiedenste Fankulturen britischer oder südländischer Prägung, zumindest soweit wir als kleine Gruppe das erfüllen können! | ![]() |
Up-date Juni 2005: Face the truth
Nachdem der Lüner SV bereits im Oberligajahr 02/03 mehr als hart mit dem Abstiegsgespenst rang, blieb in der Folgesaison dem LSV-Fan nichts erspart. Mit einer katastrophalen Saison verabschiedete sich Lünens klassenhöchster und finanziell vielleicht angeschlagenster Verein wieder aus der 4. deutschen Spielklasse. Während dieser Saison zeichnete sich bereits mit dem sportlichen Niedergang auch der Verfall der Fan-Szene ab. Waren besonders einige ältere Aktive ohnehin demotiviert, die Fankultur am Leben zu halten, so machte sich nach und nach auch beim Rest eine gewisse Resignation breit. Teile, gar ganze Fanclubs verschwanden aus Schwansbell und waren bis zum heutigen Tag nie mehr gesehen. Mit dem kleinen verbliebenen Trupp liess sich kein Leben mehr auf die Tribünen hauchen und so ging der LSV im Sommer 2004 mit einer sportlich desaströs auftretenden und auseinanderfallenden Mannschaft, einem leeren Stadion und einer sterbenden Fanszene den bitteren Gang zurück in die Verbandsliga.
Im ersten Verbandsligajahr änderte sich wenig. Die neue Mannschaft spielte eine zufriedenstellende Saison, machte aber ebenso deutlich, dass mit einem Wiederaufstieg in die Oberliga absehbar nicht zu rechnen sein muss. Die Fanszene und somit auch Red Alert stagnierte, sprich die ewig gleiche kleine Truppe reiste durch die Lande und beschränkte das Fan-Dasein auf reine Anwesenheit. Für Aktionen, wie man sie aus der Vergangenheit kannte, reichte die Luft nicht mehr und bei den führenden Personen, stellte sich aufgrund der mangelnden Unterstützung in den eigenen Reihen immer mehr Resignation ein. Ziel kann es deshalb nur noch sein, die Fahne in diesen Zeiten so gut es geht hochzuhalten um in besseren Tagen bereit zu sein. So schwer dieser Weg auch fällt.
Up-date Arpil 2010: Another truth
Fast genau fünf Jahre ist es her, dass ich das letzte Update über die Fanszene in Lünen schrieb, welches sich noch oben lesen lässt. Die Situation, in der sich der Lüner Sportverein sowie seine Fanszene befinden, lässt sich mit keinem Wort beschreiben, welches nicht schon vor fünf Jahren verwendet wurde. Der Verein ist in den letzten Spielzeiten konsequent schwächer geworden, was Hoffnungen nach oben umgehend zunichte machte und im Jahr 2008 sogar einen weiteren Abstieg in die Landesliga zur Folge hatte. Parallel schaffte der Lüner Lokalrivale aus Brambauer den Sprung in die Verbandsliga und überrundete so gar den LSV. Die jahrzehntelange Vorherrschaft des LSV als klassenhöchster Verein Lünens war somit bitterer Weise auch beendet. Und auch in der Landesliga war der LSV nie ein Kandidat für den Wiederaufstieg. In der laufenden Spielzeit 2009/10 befindet sich die Mannschaft kurz vor Saisonende mitten im erneuten Abstiegskampf.
Spätestens mit dem Abstieg zogen sich auch die letzten Reste einer Fanszene in Lünen zurück. Die Spiele finden nun vor kaum mehr 100 Zuschauern statt und die Gegner kommen teils aus der direkten Nachbarschaft wie Dortmund. Ein kleiner Rest von einer handvoll Leuten reist noch heute zu den Auswärtsspielen und ist bei den Heimspielen präsent. Auch hat sich auf der Tribüne ein, ich nenne es mal "Mob" entwickelt, der neben den Lünen-typischen Pöbeleien auch den ein oder anderen Schlachtruf anstimmt. Apropos Pöbeleien: das letzte Zeichen, dass Schwansbell noch lebt. Und solange Schiedsrichter "hinten rum" vom Platz geführt werden müssen und gegnerische Spieler beim Verlassen des Feldes schutzbedürftig sind, lebt die Emotion in Lünen für den LSV weiter. In der steten Hoffnung, dass irgendwann mal wieder bessere Zeiten anbrechen.